Sonntag, 31. Juli 2016

Radlurlaub 2.0

Bisher haben wir unsere mehrtägigen Fahrradtouren meist schon im vorhinein komplett geplant und sämtliche Unterkünfte schon vor der Reise reserviert oder gebucht. Nur bei unserem Fahrradurlaub 2014 von Tarvisio nach Trieste haben wir uns auf unser Glück verlassen und immer erst vor Ort ein Zimmer gesucht. Mit dem Ergebnis, dass wir einmal beinahe keines gefunden hätten und die Zimmersuche für eine Portion Stress sorgte. Mit unserer neuesten Ausstattung gehören solche Erlebnisse nun hoffentlich der Vergangenheit an, zukünftig haben wir unsere Unterkunft nämlich selbst mit dabei: Leichtgewichtzelt, Unterlagsmatten und - für einen Hauch von Luxus - aufblasbare Polster ;-)




Das Leichtgewichtzelt von GeerTop hat ein kleines Packmaß und bringt gerade einmal 2,8kg auf die Waage. Richtig gemütlich wird es mit den selbstaufblasbaren Isomatten von Therm-a-Rest. Im aufgefalteten Zustand werden die Matten bis zu 5cm dick, trotzdem sind sie klein zusammenfaltbar und wiegen nur etwa 900g.

Heute hat das Wetter endlich einmal mitgespielt um unser neu erworbenes Zelt einmal kurz ausztesten bzw. aufzustellen:













Nur die Aluheringe kamen heute noch nicht zum Einsatz - immerhin wurde das Zelt nach dem Aufbau auch gleich wieder abgebaut :-)




Erstes Fazit: Auf den ersten Blick scheint die Verarbeitung wirklich gut zu sein. Auch der Aufbau ist sehr einfach und kann sogar alleine erledigt werden. Perfekt für einen gemütlichen Radlurlaub!

Wir freuen uns schon sehr auf den ersten "richtigen" Einsatz und werden Euch dann bestimmt darüber berichten :-)

Samstag, 23. Juli 2016

Von Graz auf die Platte

Route: Graz St. Peter - Stadtpark - Geidorfplatz - Rosenhain - Platte (Stephanienwarte) - Hilmteich - Graz St. Peter
Strecke: 20km
Bergauf: 355m
Bergab: 355m





Die Platte ist vor allem wegen der schönen Aussicht auf die Stadt ein beliebtes Ausflugsziel in Graz. Und nachdem wir für eine kleine Runde auf die Platte und wieder zurück gerade einmal 20km und 355 Höhenmeter zurücklegen müssen, eine gute Strecke für kurze Trainingsfahrten :-)

Wege hinauf gibt es viele, eine der schönsten Routen führt vom Geidorfplatz hinauf, vorbei an zahlreichen alten Villen und neuen Riesenhäusern.







Hat man die ersten Höhenmeter einmal hinter sich gebracht, erwartet einen im Café Rosenhain ein erster schöner Blick auf die Stadt Graz - und natürlich ein kleiner Belohnungskaffee.
Dort kann man - für Grazer Verhältnisse - übrigens auch sehr lange und gut frühstücken, allerdings ist an schönen Tagen eine Tischreservierung empfehlenswert. Und falls man einmal nicht mit dem Fahrrad dort sein sollte: das Café Rosenhain ist eines der wenigen Lokale in unserer Umgebung wo Pimm´s serviert wird ;-)






Über den Oberen Plattenweg bzw. Plattensteig fuhren wir weiter ...






... auf das Plateau der Platte zur Stephanienwarte. Der 18m hohe Aussichtsturm wurde 1880 vom Steirischen Gebirgsverein errichtet und nach Prinzessin Stephanie von Belgien - Frau von Kronprinz Rudolf - benannt.







Die schönste Aussicht hat man aber vom Parkplatz vom ehemaligen Gasthaus Himmelreich.





Anschließend ging es über den Unteren Plattenweg und am Hilmteich vorbei wieder zurück nach Hause :-)




Donnerstag, 21. Juli 2016

Von Bad Tatzmannsdorf nach Bad Radkersburg

Für ein ausgiebiges Gesundheitswochenende  (bzw. das Vorsorgeprogramm unserer Versicherung) verschlug es uns vergangenes Wochenende ins Burgenland. Genauer gesagt in das Wellnesshotels Reiters in Bad Tatzmannsdorf, wo uns neben den zahlreichen Gesundheitsterminen auch entspannte Stunden in 33°C warmem Pool und eine unglaublich köstliche Küche erwartete.

Das Hotel hatten wir gerade deswegen ausgesucht, weil es gut mit einer Kombination aus Fahrrad und Zug zu erreichen ist. Geplant war mit dem Zug nach Friedberg und die restlichen 25 Kilometer nach Bad Tatzmannsdorf mit dem Fahrrad zurückzulegen. Bei unserer Buchung vor einigen Monaten war uns allerdings noch nicht bekannt, dass die ÖBB uns dabei einen Strich durch die Rechnung machen würde, indem sie die Strecke von Graz nach Gleisdorf über den Sommer wegen Bauarbeiten sperrt und nur durch einen Schienenersatzverkehr alias Bus ohne Fahrradmitnahme ersetzt. Davon ließen wir unser Vorhaben aber nicht durchkreuzen; früh morgens ging es mit dem Fahrrad von Graz über die Laßnitzhöhe nach Gleisdorf, von dort wie geplant mit dem Zug nach Friedberg und wieder mit dem Fahrrad die restlichen 25km nach Bad Tatzmannsdorf. Insgesamt also ca. 55km auf dem Fahrrad, was von unserer Ärztin kritisiert wurde, immerhin wurde das LeistungsEKG am nächsten Tag durch die müden Beine ein wenig verfälscht. Nachdem die Ergebnisse alles in allem aber trotzdem super waren, soll uns diese Kritik nicht allzu sehr stören ;-)

Zwei Nächte, viele Untersuchungen, Massagen und Gesundheitstermine später entschieden wir uns noch zwei Tage anzuhängen und nicht die gleiche Strecke wieder zurück zu radeln sondern stattdessen Richtung Süden weiterzufahren.

Tag 1

Route: Bad Tatzmannsdorf - St. Martin in der Wart - Rohrbach an der Teich - Güttenbach - St. Michael - Güssing - Glasing bei Güssing
Strecke: 40,6km
Bergauf: 378m
Bergab: 547m



Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer noch ausgiebigeren Massage (merken: erzähle deinem Masseur NIEMALS von einer Verspannung in der Schulter!) verließen wir bei schönstem Radlwetter das Hotel...






... über burgenländische Hügel ...





... und idyllische Schotterwege ...




... mit unglaublich schönem Ausblick ...




... zum Stremtalradweg ...






... dem wir bis Güssing folgten. Die Bezirkshauptstadt ist schon von weitem an der schönen Burg zu erkennen.





In Güssing gönnten wir uns eine kurze Eispause und radelten schließlich weiter zu unserer Unterkunft. Auf dem Weg dorthin zeigte Walters Navi blöderweise einen Weg gegen eine Einbahnstraße an, die in Güssing um den Burgberg herumführt. Also absteigen und brav das Fahrrad den Gehsteig entlangschieben. Eine Dame, die dort ebenfalls ihr Fahrrad schob, fragten wir wie lang diese Einbahn sei, und sie antwortete mit "Weiß nicht genau, wohl noch ein paar Wochen." OKAY?!?! Erst später am Abend erfuhren wir, dass die Antwort tatsächlich zu unserer Frage gepasst hatte - nach einer Volksbefragung wird die umstrittene Einbahn nämlich tatsächlich in ein paar Wochen wieder zu einer "normalen" Straße mit Gegenverkehr :D

Über die "Paradiesroute Südburgenland" ging es weiter zum Gasthaus "Silberner Hirsch" im ca. 5km entfernten Ort Glasing bei Güssing. Neu renovierte und gemütliche Zimmer, eine hervorragende Küche mit österreichischen und schwäbischen Schmankerln und vor allem die Herzlichkeit, mit der das Gasthaus betrieben wird, machen den Silbernen Hirsch wirklich zu einem Geheimtipp!





Gut gestärkt fuhren wir zurück zur Burg Güssing, die als die älteste Burganlage des Burgenlands gilt. Auf den Vulkankegel kommt man entweder ganz bequem mit einem Aufzug oder - wie wir - zu Fuß über den manchmal doch steilen Torweg. Die Burg konnten wir dort zwar nicht mehr besichtigen, aber dafür konnten wir einen herrlichen Ausblick von der Burg genießen ♥








Tag 2

Route: Glasing - Güssing - Heiligenkreuz im Lafnitztal - Mogersdorf - Minihof-Liebau - Grenzübergang Tauka - Kuzma - Ledavsko jezero - Gornji Crnci - Grenzübergang Goritz - Bad Radkersburg 
Strecke: 64,5km
Bergauf: 531m
Bergab: 546m





Unser zweiter Radltag startete nicht bei allerschönstem Wetter...




Noch dazu war es den ganzen Tag unglaublich windig! Aber immerhin hatten wir meistens Rückenwind :-)




Unser Weg führte ein Stück entlang der ungarischen Grenze...


Hinter den Sonnenblumen ist die Stadt Szentgotthard zu sehen!


... über den Dreiländer Radweg nach Jennersdorf, von wo wir mit dem Zug nach Gleisdorf fahren hätten können. Nachdem wir aber nicht (schon wieder) die bekannte Radlroute über die Laßnitzhöhe fahren wollten, bogen wir vor Jennersdorf in Richtung Bad Radkersburg ab :-)





In Minihof-Liebau machten wir eine kleine Mittagspause in der Fleischerei Brunner. Die Leberkässemmeln schmecken dort nicht nur super - bei dieser Größe ist man nach einer Semmel auch mehr als satt :-D




Gut gesättigt schlugen wir den Weg zum Grenzübergang Tauka ein, immerhin ersparten wir uns bei dem Weg durch Slowenien nicht nur ein einige zu fahrende Kilometer sondern auch viele viele Höhenmeter.





Leider gesellte sich nach der Grenze zum Wind auch noch ein andauernder Regen, weswegen unsere Kamera in der Satteltasche verschwinden musste und wir leider auch keine weiteren Fotos von unserem Kurzausflug nach Slowenien haben! Diese Strecke werden wir aber bestimmt nochmals fahren, immerhin führt diese u.a. an einem wunderschönen Stausee vorbei.

Beim Grenzübergang Goritz fuhren wir wieder zurück auf österreichisches Staatsgebiet und nur kurze Zeit später waren wir auch schon in Bad Radkersburg. Ursprünglich hatten wir geplant dort unser traditionelles Eis am Hauptplatz zu essen. Von den letzten regnerischen Kilometern waren wir aber so durchnässt, dass wir gleich in den - glücklicherweise bereits wartenden - Zug nach Spielfeld sprangen und nach Hause fuhren.



Weitere Fotos: